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Das CALUSAC (Escuela de Ciencias Lingüísticas) der USAC (Universidad de San Carlos de Guatemala)

der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD),

das Instituto de Idioma Alemán und

der Deutschlehrer-Verband Guatemala (DVG),

 

mit Unterstützung

der Deutschen Botschaft

 

laden ein zum

Ersten Zentralamerikanischen DaF-Kongress

9.-11.März 2017 in Antigua.

Centro Cultural “El Sitio”, 5ta. Calle Poniente No. 15, Antigua Guatemala

Sektion 1:

Didaktik

Sektionsleitung: Dr. Eva-Maria Willkop

Das Gebiet der Didaktik hat in den letzten Jahrzehnten einen starken Methodenwandel durchgemacht: Von der Grammatik-Übersetzungsmethode, über den Konstruktivismus  bis hin zum Handlungsorientierten Ansatz, um nur einige zu nennen . Auch die Rolle der Lehrperson wurde neu definiert, heute spricht man lieber von Lernbegleitung. Ein transparenter Unterricht mit klar definierten und kommunizierten Lernzielen, in dem Lernende ihren Spracherwerb selbst steuern, ist die Idealvorstellung.

 

In der Praxis des Deutschen als Fremdsprache spiegelt sich dieses Ideal jedoch nur selten wider. Hinzu kommt, dass digitale Medien, Blended-Learning-Kurse neue Ansätze fordern.

 

In dieser Sektion wollen wir Theorie und Praxis vereinen, sowohl erfolgreiche Best Practice-Beispiele vorstellen als auch neue Tendenzen darlegen und diskutieren.

 

Die Sektion wird geleitet von Frau Dr. Eva-Maria Willkop, Uni Mainz

 

Sektion 2:

Prüfen, Testen, Evaluieren

Sektionsleitung: Prof. Dr. Karin Kleppin

Der Großteil der Lehrenden wird im Verlauf seiner Unterrichtstätigkeit mit Prüfungen, Tests und anderen Formen der Evaluation konfrontiert, selten jedoch wurde man in seiner Ausbildung darauf vorbereitet. Wozu prüfen wir eigentlich? Was prüfen wir? Welche Kompetenzen und  welches Wissen braucht man, um selbst Prüfungen zu erstellen und um auf standardisierte Prüfungen vorzubereiten? Gibt es Rahmenbedingungen? Inwiefern ist der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen eine Hilfestellung?

 

Ein weiterer Aspekt ist die Fehlerkorrektur. Welche Chancen und Herausforderungen bringen Fehler mit sich?

 

All diese und viele weitere Fragen stellen sich bei der Beschäftigung mit dem Thema Evaluieren und warten auf ebenso spannende wie innovative Antworten.

 

Die Sektion wird geleitet von Frau Prof. Karin Kleppin, Uni Bochum

 

 

Sektion 3:

Phonetik

Sektionsleitung: Dr. Silvia Dahmen

Phonetik ist leider oftmals das Stiefkind im Fach Deutsch als Fremdsprache. Weder die Lehrwerke noch die curricularen Vorgaben der Institutionen integrieren Phonetik angemessen in den Unterricht. Aber was nützt den Lernenden die beste Grammatik, der schönste Wortschatz, wenn sie sich aufgrund von mangelnden Phonetikkenntnissen nicht verständlich machen können? Oftmals werden einzelne Laute geübt, selten jedoch die prosodischen Aspekte wie z.B. Rhythmus, Akzentuierung und Intonation.

 

Die Teilnehmenden sind dazu eingeladen, sich mit eigenen praktischen Unterrichtsbeispielen an der aktiven Gestaltung dieser Sektion zu beteiligen. Wir möchten gemeinsam Konzepte diskutieren, wie man Phonetik besser in den Unterricht integrieren kann, wie man auch als Nicht-Muttersprachler Phonetik unterrichten kann.

 

Die Sektion wird geleitet von Frau Dr. Silvia Dahmen, Uni Köln

 

Vorschläge für Vorträge (20 Minuten) oder Workshops (90 Minuten) mit maximal 250 Wörtern, gegebenenfalls Kurzbibliografie und kurzen biografischen Angaben sind bis zum 20. Oktober 2016 30.10.2016 (Fristverlängerung). einzureichen bei:

dafkongressguatemala@gmail.com

Es wird keine Kongresspublikation geben.

Mit freundlicher Unterstützung von:

Kongressgebühr

Teilnehmer: 150 Quetzales, direkt bei der Einschreibung am 9.3. in bar zu bezahlen.

Referenten:  100 Quetzales direkt bei der Einschreibung in bar zu bezahlen

Mitglieder DVG  bezahlen keine Kongressgebühr. ABER: Wer teilnehmen möchte, muss sich bitte rechtzeitig online  registrieren. Die Kapazitäten dieses Kongresses sind beschränkt.

1 Euro =  8,5 Quetzales (Stand 24.6.2016)

 

9.-11.März 2017 in Antigua.

Centro Cultural “El Sitio”, 5ta. Calle Poniente No. 15, Antigua Guatemala

Kongressprogramm

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Komplettes

Sektion 1:

Didaktik

Sektionsleitung: Dr. Eva-Maria Willkop

Sektion 2:

 Testen/ Prüfen/Evaluieren Sektionsleitung:

Prof. Dr. Karin Kleppin

Sektion 3:

Phonetik   Sektionsleitung:

Dr. Silvia Dahmen

Kurz-CV Eva Maria Willkop

 

Eva-Maria Willkop absolvierte als eine der ersten den Studiengang Deutsch als Fremdsprache in München und promovierte 1988 bei Harald Weinrich, der sie in sein Projekt „Textgrammatik der Deutschen Sprache“ holte. Von 1988 bis 1993 war sie DAAD-Lektorin am CELE/UNAM in Mexiko-Stadt. Von dort ging sie nach Mainz, um das Zusatzstudium DaF zu leiten. Dieses baute sie 2005 zu einem Masterstudiengang aus, den sie zunächst leitete und dessen Geschäftsführerin sie heute ist.

 

Ihre Arbeitsschwerpunkte sind außer Fremdsprachdidaktik  und Landeskunde die Bereiche Textlinguistik und ihre Anwendung sowie Semantik und Lexikographie.

 

Plenarvortrag: DaF – Aktuelle Entwicklungen

 

In diesem Vortrag möchte ich mich mit neueren Forschungen der Sprachlehrforschung und der Neurowissenschaften zum Fremdsprachenerwerb beschäftigen und aufzeigen, welche didaktischen Entwicklungen in den letzten Jahren diskutiert wurden, wie sich das auf neuere Lehrmaterialien und Kurskonzeptionen auswirkt und was das für uns Lehrkräfte bedeutet.

 

Was tut sich in der Fremdsprachendidaktik? Wenn man neuere Publikationen in die Hand nimmt, wird man immer wieder konfrontiert mit Schlagwörtern wie „Neurodidaktik“, „Handlungsorientierung“ oder „Transkulturalität“. Wenn wir sagen, wir unterrichten „neokommunikativ“, was ist dann anders als früher? Ist der interkulturelle Ansatz überlebt, hat sich die Bemühung um die Autonomie der Lernenden als nicht machbar herausgestellt? Oder braucht es einfach wieder einmal einen Neuanfang?

 

Ich möchte in meinem Vortrag aufzeigen, was in der Fremdsprachendidaktik wirklich neu ist, was eine Weiterentwicklung früherer Ansätze ist und was vielleicht nur eine Modeerscheinung sein dürfte. Weiterhin werde ich Überlegungen dazu anstellen, wie der Unterricht im Ausland neue Ansätze aufgreifen und sinnvoll umsetzen könnte.

 

Workshop: Wortschatzlernen - nachhaltig, individuell und motivierend

 

Dass der Wortschatz die Basis für alle Fertigkeiten und für das Erlernen einer Fremdsprache ist, scheint zwar unumstritten zu sein, aber in den aktuellen Lehrwerken spielt die Wortschatzarbeit dennoch meist nicht die wichtige Rolle, die ihr zukommen sollte. Die Einführung und Semantisierung von neuem Wortschatz ist dabei fast immer gut berücksichtigt, aber was kommt danach? Wie festige ich Wortschatz, wie lerne und wiederhole ich, um den neuen Wortschatz im Gedächtnis zu verankern und ihn für die verschiedensten Situationen und Anforderungen verfügbar zu machen?

 

Lehrkräfte sehen sich oft vor die Aufgabe gestellt, selbst mit zusätzlichen Materialien und Aufgaben für eine nachhaltige Wortschatzvermittlung zu sorgen. Die Lernenden erhalten vielleicht ein paar Tipps, z.B. im Glossar die Angabe, was für das GER-Niveau wichtig ist. Aber über ein paar globale Strategien, wie die effiziente Arbeit mit einer Vokabelkartei hinaus, gibt es meist keine Hilfen für die Festigung und Vertiefung des eigenen, individuellen Wortschatzes.

In diesem Workshop möchte ich ein paar Möglichkeiten aufzeigen, wie die Lehrkraft mit Spielen und anderen lernfördernden und motivierenden Aktivitäten den Wortschatzerwerb ihrer Lernenden (Kinder oder Erwachsene, verschiedene Niveaustufen) im Unterricht unterstützen kann. Ein zweiter Schwerpunkt sind Hilfestellungen, die wir unseren Lernende an die Hand geben können, damit sie nicht nur den wichtigsten Kurswortschatz, sondern auch Wortschatz zu Themen ihres Interesses leichter lernen können. Wir werden einige der vorgestellten Möglichkeiten selbst ausprobieren und überlegen, wie sie an die Situation Ihrer Institution, Ihrer Kurse und Klassen angepasst werden könnten.

 

Kurz-CV Karin Kleppin

 

Karin Kleppin promovierte zu Sprachlernspielen im Fremdsprachenunterricht. Als Lektorin für Deutsch als Fremdsprache war sie lange Jahre in China, Frankreich und Marokko tätig. Sie führte und führt in Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen mehrere Projekte durch (z.B. Tertiärsprachenprojekt, EU-Projekte zum selbstgesteuerten Sprachenlernen im Tandem und eTandem, Entwicklung eines Konzeptes zur individuellen Sprachlernberatung, Aufbau des Masters DaF an der German Jordanian University und Aufbau der Deutschabteilung in Kabul), war an der Konzeption des TestDaF beteiligt und kooperiert seit einigen Jahren mit dem Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen an der HU-Berlin bei der Entwicklung von Lern- und Testaufgaben.

 

Nach ihrer Habilitation im Fach Sprachlehrforschung mit dem Schwerpunkt Motivation war sie fünf Jahre als Professorin für Didaktik/Methodik Deutsch als Fremdsprache am Herder-Institut der Universität Leipzig tätig und ist nach der Annahme des Rufes an das Seminar für Sprachlehrforschung gleichzeitig in ihrer Funktion als wissenschaftliche Leiterin des ZFA gemeinsam mit dem gesamten Team darum bemüht, Studierenden der RUB eine qualitativ hochwertige und kompetenzorientierte Fremdsprachenausbildung mit Blick auf akademische Kontexte zu bieten. Aktuell ist sie als Senior-Professorin an der Ruhr-Universität Bochum tätig und arbeitet weiterhin in mehreren Projekten des DAAD, der ZfA (Zentralstelle für das Auslandsschulwesen), des Deutsch-Französischen Jugendwerkes und der German-Jordanian University mit.

 

Vortrag: Feedback nach Prüfungen

 

Wenn wir unseren Lernenden Feedback zu ihren Prüfungen und Lernkontrollen geben, hoffen wir, dass diese davon profitieren und die Rückmeldungen zu ihren mündlichen und schriftlichen Leistungen, zu Fortschritten und Defiziten als Anlass zum Weiterlernen nutzen können und auch nutzen wollen. Dies ist häufig aus unterschiedlichen Gründen, die sowohl auf Lehrer- als auch auf Lernerseite liegen, nicht der Fall. Hier setzt der Vortrag an. Folgende Fragestellungen stehen im Mittelpunkt: Wozu dient Feedback? Was heißt effektives Feedback? Welche Formen von Feedback existieren (z.B. auch in Form von Korrekturverhalten)? Welche zusätzlichen Hilfen kann man Lernenden im Hinblick auf Prüfungen und Lernkontrollen geben?

Workshop: Fehler als Anlass für Hilfestellungen zum Weiterlernen nutzen

 

Der Workshop vertieft den Vortrag zum Feedback nach Prüfungen im Hinblick auf besondere Korrekturtechniken bei Rückmeldungen zu Fehlern. Diese Techniken können Lehrenden dazu dienen, ihren Lernenden nicht nur die Defizite rückzumelden, sondern ihnen auch bewusst zu machen, welches Potenzial sie in Bezug auf eine zukünftige Kompetenzerweiterung aufweisen.

 

Nach einer kurzen Vorstellung der theoretischen Grundlagen beschäftigen wir uns an Hand von konkreten Beispielen mit den Korrekturtechniken und Hilfestellungen, die in diesem Konzept verankert sind.

Kurzbiografie Dahmen

 

Geboren 1976 in Düren; 2004 Magister Artium in Anglistik, Phonetik und Skandinavistik an der Universität zu Köln; 2005 Erwerb der Zusatzqualifikation Interkulturelle Pädagogik und DaZ (Universität zu Köln); 2013 Promotion im Fach Phonetik an der Universität zu Köln (Titel der Dissertation: Prosodie oder Segmente? Phonetische Untersuchungen zu Trainingseffekten bei italienischen Deutschlernenden). 2006 – 2016  als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Deutsche Sprache und Literatur II der Universität zu Köln tätig; seit April 2016 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Englischen Seminar II der Universität zu Köln; Forschungstätigkeit und Lehrauftrag am Institut für Linguistik – Phonetik der Universität zu Köln.

Vortrag: Ursachen und Auswirkungen Ausspracheabweichungen in der Fremdsprache Deutsch

 

Ausspracheschwierigkeiten haben verschiedene Ursachen, die sich vor allem aus Unterschieden zwischen der Muttersprache und der Zielsprache ergeben und die Bereiche Hören, Sprechen und Schrift betreffen. Häufig werden Abweichungen in der Aussprache als Fehler auf anderen sprachlichen Ebenen missinterpretiert, beispielsweise als Grammatik-, Pragmatik- oder Orthografiefehler. Der Vortrag stellt dar, welche Ursachen Ausspracheabweichungen haben, welche methodischen Ansätze zur Behebung jeweils passen und wie Ausspracheabweichungen von Fehlern auf anderen sprachlichen Ebenen abzugrenzen sind.

 

Workshop: Methoden der Ausspracheschulung im DaF-Unterricht

 

Übungen zur Aussprache sind nur dann erfolgreich, wenn sie sowohl die Wahrnehmung als auch die Artikulation von Lauten, Lautverbindungen und prosodischer Muster trainieren. Es werden exemplarisch einige der häufigsten Problembereiche der deutschen Aussprache für Lernende vorgestellt und jeweils direkt Vorschläge für konkrete Wahrnehmungs- und Artikulationsübungen zu diesen Bereichen angeboten.

 

Ein Fokus des Workshops liegt auf der Vorstellung von Übungsformaten, die mit geringem Aufwand auf den eigenen Unterricht angepasst werden können. Des Weiteren stehen Möglichkeiten der Integration von Ausspracheübungen in den Unterricht im Vordergrund.

 

Registrierung:

Achtung
Ab sofort sind keine Einschreibungen mehr möglich. Das Einschreibeportal ist ab sofort geschlossen. Die Kapazität des Kongresses wurde erreicht. Wir danke für Ihr Interesse und bitten um Verständnis, dass wir auch während des Kongresses keine Einschreibungen mehr durchführen können.

Bitte melden Sie sich bis zum 31.01.2017 an. Füllen Sie dazu bitte das Formular aus.

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Kulturprogramm:
Fotoausstellung
Infos allgemein:

Hotelunterkünfte:

 

Die Auswahl ist sehr groß und es gibt in allen Preiskategorien gute Optionen.

 

Die üblichen Anbieter wie Tripadvisor oder Booking.com sind empfehlenswert.

Notfallnummer:

 

Hartmut Schostak:  +(502) 5392-1640

 

Susanne Reischmann: +(502) 4116-4750

 

Saskia Schneider: +(502) 4101-3908

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